© 2018 by Schuleinheit Rychenberg. 

Impressum

Täglich grüsst der Zivi

 

Liebe Leserinnen, Liebe Leser

 

Heute haben Sie die einmalige Chance, den Alltag eines Zivildienstleistenden näher zu erleben. 

Wir zeigen Ihnen die Tücken aber auch die schönen Seiten, die jeden Tag auf einen Klassenassistenten warten.

 

Da wir für eine Schuleinheit arbeiten, die für Kindergarten, Unter- und Mittelstufe sowie Sekundarstufe zuständig ist, werden wir sehr vielseitig eingesetzt. Grundsätzlich haben wir eine genau strukturierte Woche wie jede Lehrperson. Meist am Ende der Woche erhalten wir den sogenannten Einsatzplan für die folgende Woche. In diesem steht jeweils, in welchen Klassen wir wann und wo eingeteilt werden. So können wir uns auf die kommende Woche mental vorbereiten. Im Gegensatz zu den Lehrpersonen haben wir keine Vorbereitung für den Unterricht zu treffen, dafür sind wir neun Stunden pro Tag im Einsatz.

 

Jeden Montag morgen besprechen wir mit der Schulleitung unseren Einsatzplan. 

 

Letzte Details werden geklärt und meist wird der Plan schon vor Beginn der Woche auf mehrere Stunden geändert und angepasst.

Das wars dann mit der mentalen Vorbereitung.

 

 

Vorab: Auch wir, nicht Militärdienstleistenden, bereiten uns auf den Krieg vor. Wir kämpfen mit Holzstöcken im Kindergarten, mit Leimstiften in der Primarschule und mit der Französischgrammatik in der Sekundarstufe.

Nun möchten wir Ihnen die verschiedenen Altersstufen und unsere Aufgaben genauer vorstellen.

Den Anfang machen die Kleinsten im Kindergarten.

 

"Luca/Kai spielen wir 'Fangis'?", ist wohl einer der häufigsten Sätze die wir im Kindergarten zu hören bekommen. Doch nicht nur unsere Kondition ist im 'Chindzgi' gefragt. Während dem Basteln, dem 'Znüni' essen oder den Spielpausen baut sich die Beziehung zu den Kindern ganz automatisch auf. Man wirkt als Unterstützer, wie auch als Mitspieler und entwickelt sich somit zu einer speziellen Bezugsperson.
 

Vielmals werden wir auch in den wöchentlichen Waldausflügen eingeteilt, wo Würste bräteln und mit den Kindern spielen auf dem Programm steht.

 

Der Schulalltag ist nochmals um einiges anders, als ein Tag im Kindergarten. Hier kommt uns die spezielle Rolle im Klassenzimmer sehr entgegen. Bei Klassen mit 20 Schülern und mehr ist es verständlich, dass die Lehrperson nicht auf alle Bedürfnisse der Kinder eingehen kann. So helfen wir einzelnen Kindern, hören ihnen zu, unterstützen und fördern sie individuell so gut wir können. Wir fungieren also als Helfer für die Schüler und somit auch als Entlastung für die Lehrer. 

 

In der Unterstufe ist der Bezug zu uns noch sehr gross. Sie sehen uns meist als Lehrer und nützen unsere Unterstützung ausgiebig. Dadurch, dass die Eigenständigkeit mit dem Alter zunimmt, ändert sich unsere Rolle in der MittelstufeWir betreuen zum Beispiel die Hälfte der Grossklasse in einem separaten Zimmer beim Zeichnen, oder ermöglichen den Lehrpersonen kurze Einzelgespräche mit den Schülern, während wir im Klassenzimmer die Klasse in Schach halten. 

Für die Sekschüler und Sekschülerinnen sind wir Lerncoach, Motivator und manchmal auch Polizist. Wir bewegen uns auf Grund des geringeren Altersunterschieds auf einem schmalen Grat zwischen Autorität und kollegialem Umgang. Was keinesfalls ein Nachteil unserer Stellung ist, sondern uns auch oft einen besonderen Draht zu den Jugendlichen verschafft. 

 

 

Manchmal haben wir neben dem schulischen Teil, gibt es im Schulalltag auch viele kleine administrative Aufgaben. Drucken, laminieren, kopieren, oder Excel-Listen führen, nach dem Zivildienst ist man bestens vorbereitet auf eine KV-Stelle (auch wenn der Drucker nicht immer genau das macht was wir gerne wollen).

 

 

 

 

 

 

Es wird uns bestimmt nicht langweilig. Was man aber sagen muss, ist, dass nach 9-10 Lektionen wir meist müde und mit unvergesslichen Erlebnissen nach Hause gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem muss man aber sagen, dass wir uns kaum einen besseren Einsatzort vorstellen können. Wir geniessen sehr viele Freiheiten und schätzen die lustigen Momente im Lehrer- sowie im Klassenzimmer. 

 

Wir geniessen noch die letzten Wochen unseres Einsatzes und bedanken uns schon jetzt, bei der Schulleitung, den LehrerInnen und vor allem bei den SchülerInnen für eine tolle Zeit.

 

 

 

 

 Ein Hoch auf die Kinder 

Luca Huder (links) & Kai Stoltenberg (rechts)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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